Langzeitprojekt – Sternenfotografie

 Viele von euch kennen dieses Foto

 

 Aber niemand kennt das Original

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und dies ist die Geschichte wieso es viel schwieriger ist ein Foto vor Ort gleich so zu machen wie man es eigentlich wollte, anstatt die eigenen Fantasien nachträglich am Computer faken zu müssen.

Die meisten Amateurfotografen glauben, dass einzig der Fotograf das Foto macht und das Equipment nur das Werkzeug dazu ist. Dieser Gedanke ist nicht ganz falsch wenn man die Fotografie simplifiziert und alles weglässt was einen größeren Aufwand bedeutet.

Nimmt man zB die Werbefotos von Nikon oder Canon her, ist dafür ein vergleichbar großer Aufwand nötig, wie er bei einem Hollywoodfilm am Set entsteht. Da gibt es dutzende Komparsen die als Beleuchter, Abdunkler herumwuseln, Leute die Windmaschinen betätigen und andere die das Modell schminken usw und so fort.

Aber dies meisten wollen dies auch gar nicht wissen, weil sie sich sonst betrogen fühlen, könnten sie solche Fotos selber ja ohnehin nie machen.

Ganz ähnlich verhält es sich wenn man Fotos in unwirtlichen Gegenden machen möchte.

Ich erinnere mich daran wie ich mit dem Ultralight-Flugzeug den Annapurna aus 5000m Flughöhe fotografiert habe, oder wie ich über den Victoria Wasserfällen und danach beim Blyde River Canyon versucht habe das Beste aus den Möglichkeiten die sich mir boten herauszuholen. Leider ist die Fotografie in der Luft, genau wie die Unterwasser kaum mit der an Land vergleichbar, da hilft auch ein Gyro von Bobbie Kenyon nur bedingt, was ich spätestens nach dem letzten Abenteuer hoch über der Namib Wüste lernen durfte.

Ähnlich komplex wie Unterwasser oder hoch oben in der Luft ist die Situation in der Nacht. Will man Sterne am Abendhimmel in Kombination mit einem schönen Vordergrund fotografieren steht man einer gewaltigen Aufgabe gegenüber.

Zum einen muss man eine Menge über die Finsternis an sich, aber auch über Mondphasen, das Astronomical Twilight bis hin zu seltenen und teuren Objektiv-Kamera Kombinationen und deren Vor- u Nachteile lernen.

Es gibt im größten deutschsprachigen Fotografie Forum einen Thread über 750 Seiten mit fast 7500 Antworten und Bildern zum Thema Sternenhimmel bei Nacht. Sieht man sich aber die Probleme und Schwierigkeiten an, mit denen der einzelne Amateur dort zu kämpfen hat und sucht man nach guten Fotos, stellt man schnell fest, dass es keine gibt.

Einfach die Kamera im Winter hoch droben im Gebirge in den Wald zu stellen, sie nach Norden auszurichten und die ISO rauf zu drehen reicht eben nicht aus um gute Sternenfotos mit ansprechendem Vordergrund aufzunehmen. Da bedarf es schon wesentlich mehr.

 

Was aber macht das Fotografieren bei Nacht so anspruchsvoll?

 

Das ist leicht erklärt.

Fotografieren bedeutet malen mit Licht. Wenn aber kein Licht mehr da ist, also bei absoluter Finsternis, kann man auch nicht mehr malen, klar? So einfach ist es natürlich nicht ganz, aber es verdeutlicht schon ein wenig warum das ganze schwierig ist.

So manch Unbedarfter wird sich an dieser Stelle die berechtigte Frage stellen wozu man überhaupt in der Nacht fotografieren muss, oder wie es mein lieber Vater ausdrücken würde… „wozu muast überhaupt in der Nacht fotografieren Depperter, da siecht man eh nix!“

An dieser Stelle hilft das oben gezeigte Namibiafotos weiter, als tausend Seiten geschriebener Worte es könnten.

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