Finepix HS10 - Teil II - V
Fortsetzung:
Während es im 1.Teil meines Tests darum ging herauszufinden welche der beiden Kameras die bessere ist, möchte ich nun beginnen die Fuji Finepix HS10 auf ihre Inneren Qualitäten hin zu untersuchen.
Korrekte Testbedingungen zu finden ist aber schwieriger als man meinen könnte, denn bereits bei der Frage, ob vom Stativ, oder aus der Hand scheiden sich die Geister. Nachvollziehbarer wären Aufnahmen vom Stativ, wer jedoch fotografiert mit einer Bridge-Kamera draußen in der Praxis vom Stativ? Niemand.
Und da ich nur mehr wissen möchte wie man die maximal mögliche Qualität aus der HS10 heraus holen kann braucht es dazu auch kein Stativ mehr. Die Frage lautet jetzt: Bringt das zusätzlich zum JPG-Format vorhandene RAW-Format wirklich einen Qualitätsvorteil, oder lohnt sich der erhöhte Aufwand nicht?
Man kann die Fuji wie eine DSLR einstellen, so dass sie bei jedem auslösen gleichzeitig ein .JPG plus einem .RAW File aufzeichnet. Dieser Vorgang dauert zwar etwas länger, macht sich wie wir gleich sehen werden aber bezahlt.
Finepix Original JPG verkleinert auf 1280 Pixel
100% Crop vom JPG
Finepix RAW file
Raw file auf JPG umgewandelt und auf 1280 verkleinert
Hier gibts wie immer die Originalfiles.
Wie die Bildbeispiele deutlich machen ist das Bildrauschen kein Thema wenn man RAW benutzt.
Original JPG verkleinert auf 1280 Pixel
100% crop des Original JPG
Raw file auf JPG umgewandelt und auf 1280 verkleinert
100% crop des RAW files
Ich werde hier von Zeit zu Zeit noch ein paar Beispielbilder einstellen um zu zeigen welche Möglichkeiten die Fuji Finepix HS10 dem ambitionierten Fotografen bietet, aber eines ist sicher, für einen 1/2.3" Sensor produziert diese Bridge-Cam sensationelle Bilder.
Hier eine Nahaufnahme im RAW Format konvertiert in ein JPG, natürlich absolut unbearbeitet, wie alle Bilder hier.
100% crop dieses RAW files

Raw file auf JPG umgewandelt und auf 1280 verkleinert

100% Crop dieses RAW files
24 mm Raw file auf JPG umgewandelt und auf 1280 verkleinert

100% Crop dieses RAW files
35mm Raw file auf JPG umgewandelt und auf 1280 verkleinert
100% Crop dieses RAW files
105 mm Raw file auf JPG umgewandelt und auf 1280 verkleinert
100% Crop dieses RAW files
300 mm Raw file auf JPG umgewandelt und auf 1280 verkleinert
100% Crop dieses RAW files
720 mm Raw file auf JPG umgewandelt und auf 1280 verkleinert
100% Crop dieses RAW files
Fortsetzung:
Alle in diesem Beitrag geposteten Fotos stammen aus meiner Fuji Finepix HS10. Sie entstanden nachmittags am 11.05.2010 bei leichter Bewölkung. Es kam kein Stativ zum Einsatz, es handelt sich also um freihand Aufnahmen!
Die Kamera war intern bei allen wichtigen Parametern wie Farbe, Schärfe usw. auf Standard gestellt und der IS (VR) war aktiviert. Eingestellte Empfindlichkeit war ISO 100.
Sollten euch die Aufnahmeparameter der einzelnen Fotos interessieren, ersuche ich höflichst sie mittels EXIF-Viewer selber auszulesen.
Ich bin einfach zu faul dazu sie jedesmal hin zu schreiben. Immerhin mache ich diese Tests kostenlos für euch in meiner kargen Freizeit!
Wegen meiner vor einigen Tagen ausgesprochenen Warnung bezüglich des Updates auf die neue Firmware V1.01 bin ich nicht mehr ganz sicher was ich schreiben, bzw. sagen soll.
War ich am selben Tag am Boden zerstört als ich die beiden Bilder sah, löste sich tags darauf meine Verzweiflung wieder, als ich sah, dass die neuen Aufnahmen wieder akzeptable Schärfe werte aufwiesen. Dazu muss ich aber anmerken, dass ich nach dem Update auch keine Vergleichsmöglichkeit mehr hatte.
Insofern ist es nun sehr schwer konkrete, korrekte, vor allem aber nachprüfbare Aussagen machen zu können, in wie weit sich die tatsächliche Qualität verändert hat, oder eben nicht. Ich habe das Firmware-Update 2 mal durchgeführt und die Kamera 3 mal Reset-et. Danach konnte ich das Problem zumindest nicht mehr feststellen, was nicht heißen muss das es nicht noch da ist.
Als Beweis wie sehr eine Veränderung gleich nach dem Update vorhanden war, hier zum runter laden die beiden Originalfiles.
Nun aber zu einem ganz anderen Thema, nämlich der erzielbaren Bildqualität einer solchen Bridge-Kompakten!
Was mich in diesem Zusammenhang in Foren immer wieder verwundert, sind die naiven Fragen so mancher Leute. Immer öfter lese ich in Internet-Foren unter der Rubrik „Kompaktkamera“ Beiträge wo Amateure DIE Top-Kompakte mit DEN Super Features und DER perfekten Bildqualität suchen.
Liebe Leute, die gibt es nicht und wird es nie geben.
Hört auf in Foren zu fragen bzw. lesen und denkt selber ein wenig logisch nach. Wenn ihr beste Bildqualität wollt kauft euch eine DSLR. Dort findet ihr dann Modelle zwischen 300 und 6500 Euro (ohne Objektiv wohlgemerkt) welche mehr oder weniger den Ansprüchen richtiger Profi-Fotografen genügen. Um 150 Euro gibts nur matschige schlechte Bildqualität und auch die hier getestete 450 Euro Finepix reicht nicht annähernd an das Niveau einer DSLR heran, wenn auch ihr Tele sehr gut ist.
Fotografen arbeiten aus gutem Grund nicht mit Kompaktkameras.
Was mich zu dem Kauf dieser HS10 bewogen hat ist aber leicht erklärt. Ich bin ein Gegner von teuren DSLR-Zweitbodys. Mir ist in 20 Jahren Fotografie noch nie ein Nikon Gehäuse im Urlaub oder bei einem Shooting kaputt gegangen und dabei bleibt es auch hoffentlich.
Des weiteren habe ich keine Lust mit 25kg am Rücken herum zu laufen. Hier eignet sich eine Kompaktkamera als Zweitbody hervorragend.
Oftmals fragen mich Leute per Mail welche Kamera sie sich kaufen sollen und erwarten eine fachkundige Beratung von mir. Leider ist dies aber nicht möglich, da die wenigsten sich vorab auch nur die grundlegendsten Parameter überlegt haben. Dabei ist es so simpel. Was möchte ich fotografieren und wie viel ist es mir Wert. Wert aber auch im Sinne von Nachbearbeitung und Zeit vor dem PC.
Soll heißen:
Möchte ich beste Bildqualität, habe aber keine Zeit und bin nicht Willens mich mit dem RAW-Format zu beschäftigen, wird am Ende nur ein JPG-File mittlerer Qualität raus kommen. Je nach Kameramodell halt ein mehr oder wenig besseres. Dies ließe sich nun ewig weiterführen, bringt aber mMn rein gar nichts, da die wenigsten mehr als zwei Zeilen lesen, geschweige denn verstehen oder annehmen.
Zum Abschluss meines Tests der Fuji Finepix HS10 stelle ich euch liebe Leser, noch ein paar fertig bearbeitete Bilder zur Verfügung. Sie wurden von mir in Photoshop CS4 fix fertig bearbeitet, basieren auf RAW Aufnahmen und zeigen was mit dieser Kamera möglich ist. Und weil heute Weihnachten ist (LOL) gibt es die ganzen Fotos auch noch gratis, aber nicht umsonst zum download bei Rapidshare.
Alle Fotos die ich hier in Teil 3 meines Tests zeige, könnt ihr in optimaler Qualität und voller Größe HIER als JPG-File runterladen (Achtung - 140 MB!).
Mir ist klar das ich dafür keine Dankbarkeit oder sonstige Dinge erwarten kann, würde mich aber freuen, wenn wenigstens jeder der sich meine Bilder runter lädt wenigsten kurz auf meiner Homepage oder per Mail zu Wort meldet und kund tut wie ihm die Ergebnisse gefallen.
Unnötig zu erwähnen, dass das Copyright immer bei mir bleibt und die Bilder nur für den privaten Gebrauch sind.
Jeder der sich meine Fotos genau ansieht kann sich selbst ein Bild davon machen ob diese Qualität für ihn ausreichend ist. Lautet euer Urteil also,.. ja, mit so einer Bildqualität kann ich leben, ist die Fuji Finepix HS10 eure Kamera. Rauschen euch die Bilder zu stark, oder zeigen sie zu wenig feine Details hilft nur der Blick über den Tellerrand ins Lager der DSLRs.
Wünscht ihr euch aber eine Kompakte gerade noch erschwingliche Immer-dabei-Kompakte mit wirklich guten Eigenschaften seit ihr mit der HS10 sicher vollends zufrienden, denn die Schärfe die diese Kleine speziell im extremen Telebereich abliefert ist mehr als sehenswert.
Einen netten Brennweitenvergleich möchte ich zum Schluß auch noch posten. Es ist nämlich absoult unfassbar was ein 30x fach Zoom alles abdeckt. Da hat man vom echten Weitwinkel bis hin zum Super-Tele mit dem man schon Mond Fotos machen kann, alles im Gepäck.
24 mm
Gleiche Position, diesmal aber gezoomt auf 720mm!!!
Hier gibts nochmal die Testfotos:
http://rapidshare.com/files/388620857/Firmware_Update_Test.zip
http://rapidshare.com/files/388539294/Testfotos_HS10_fertig_bearbeitet_11.05.2010.zip
http://rapidshare.com/files/388535935/Coolpix_vs._Finepix_restliche_Testfotos.zip
http://rapidshare.com/files/388534636/Coolpix_P100_vs._Finepix_HS10_Fotos_Original.zip
http://rapidshare.com/files/388524426/Rapidshare3.zip
Teil IV und V:
Ich möchte mich recht herzlich für die rege Anteilnahme und die netten Worte bezüglich meines Tests der Fuji Finepix HS10 bedanken.
Bis jetzt habe ich nur an der Oberfläche der Möglichkeiten dieser kleinen Kamera gekratzt und werde diesen Test bei Interesse um Features wie z.B. Belichtungsreihen (HDR), Mehrfachbelichtungen zur Rauschreduktion, Mehrfachbelichtungen zum entfernen von Personen erweitern.
Obwohl die wenigsten ihre Bilder kommerziell verwerten, ist ja die Frage aller Fragen offensichtlich immer die maximal erzielbare Bildqualität, aber auch die Zweifel ob eine Kamera mit winzigem 1/ 2.3“ Sensor überhaupt vernünftig abbilden kann.
Dazu kann ich nun aus der Praxis bereits folgendes berichten.
Das nachstehend angeführte Foto hat es bereits durch die strengen Qualitätschecks von Istockphoto geschafft und liefert den Beweis, dass auch Bilder aus der Fuji Finepix HS10 verkauft werden können. Ein paar Tricks und gute EBV Kenntnisse vorausgesetzt!
Leider funktioniert das direkte verlinken der Istock Seite aber ncht mehr. Solltet es euch also interessieren müsst ihr auf die Istockphoto Seite gehen und dort im Feld "Search" die Nummer 12951005 eingeben.
Sollte ich auf diesen Beitrag genügend Rückmeldungen hier in meinem Blog erhalten, werde ich eine Fortsetzung posten und aufzeigen was alles mit heutigen Bridge-Kameras möglich ist.
Tipps und Tricks
Zeitautomatik (A), Spotmessung, ISO 100, 720mm, freihand, 1/160 sec bei f/5.6 (Offenblende) ooc
22.05.2010 – 20:37:41
Also ich weiß ja nicht was ihr davon haltet, aber ein Mondfoto aufgenommen freihand mit einer ordinären Bridge-Kamera welche noch dazu "nur" einen 1/ 2.3" Sensor hat? Mich jedenfalls beeindruckt das schon sehr.
Und da haben die ganzen Leute im Internet nichts anderes zu tun als die Kamera schlecht zu reden und auf ein neues Firmware Update zu warten. Diese Kamera braucht kein Firmware-Update, sie braucht Fotografen die wissen wie man mit einer Kamera umgeht!
Geht lieber raus und macht euch mit der Kamera vertraut, die ist nämlich eine kleine Sensation.
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Nach einer Einarbeitungszeit und vielen Rückschlägen habe ich nun endlich die Einstellungen gefunden, die dem Fotografen erlauben perfekte Bildergebnisse aus dieser Kamera zu zaubern. Diese möchte ich euch nun in einer kurzen Anleitung zusammenfassen und mit neuen Bildbeispielen untermauern.
Einstellungen der Kamera:
Wie bei allen Kompaktkameras mit einem 1/ 2.3“ Sensor liefert die HS10 im JPG-Modus nur Mist ab und erschreckt viele User durch unschöne Kompressions--Artefakte und starkes Bildrauschen. Dies führe ich nach vielen Tests darauf zurück, dass offensichtlich viel zu stark nach geschärft wird. Warum weiß ich nicht.
Um bei ISO 100 wirklich schöne fast rauschfreie Bilddateien erhalten zu können muss man eine „Tricks“ kennen. Dies brachte mich auf die Idee einen möglichst perfekten Workflow, von den Kameraeinstellungen bis hin zum bearbeiten der RAW-Datei zu entwickeln.
Wollt ihr beste Bildqualität und keine hässlichen Artefakte und Störungen im Himmel haben empfehle ich deshalb folgende Grundeinstellungen Kameraintern:
ISO 100
Bildgröße L 4:3
Bildqualität F
Finepix Farbe STD
Farbe STD
Ton STD
Schärfe Weich (Soft)
IS Modus 1 Dauerhaft
RAW RAW+JPG
WB Auto
Entwickelt eure Fotos anschließend mit dem Programm „Silkypix Developer Studio Pro“. Öffnet dort die .RAW-Datei und setzt die „Vorliebe/Parameter“ auf neutral und setzt dann die „Schärfung“ auf keine Schärfung. Dies ist extrem wichtig wollt ihr nahezu rauschfreie Ergebnisse erzielen!
Was könnt ihr für Bildergebnisse erwarten wenn ihr all diese Mühe auf euch genommen habt?
Beispiel I:
100% Crop
Hier könnt ihr euch das fertig bearbeitete Bild in voller Größe runterladen.
Beispielbild II:

100% Crop
HDR
Für viele ambitionierte Fotografen das Unwort schlechthin, da sich der Effekt schon sehr abgenützt hat und von den allermeisten überall, aber nicht dort wo man es anwenden sollte, eingesetzt wird. Leider ist die automatische Belichtungsreihe der HS10 so langsam, dass nur Menschen mit extrem ruhiger Hand wie ich halbwegs brauchbare Ergebnisse erzielen werden.
Ein zusätzliches Manko ist, dass der Monitor zwischen den drei Aufnahmen schwarz ist, man also nicht einmal einen Anhaltspunkt während der Serie hat und unweigerlich während der 5 Sekunden, die es gefühlt dauert bis alle 3 Aufnahmen gemacht wurden, verwackelt. Das es trotzdem möglich ist zeigt dieses Bild, welches ich, wie alle anderen hier, aus freier Hand gemacht habe. Ein Plus ist die Möglichkeit die Schrittweite auf eine ganze Blende zu stellen, denn nur so sind echte HDRs machbar.
HDR Bildbeispiel:
HDR Bildbeispiel II:
Bildbeispiel IV:
100% Crop
Bildbeispiel V:
Bildbeispiel VI:
100% Crop
Bildbeispiel VII:
Bildbeispiel VIII:
Ein weiteres sehr interessantes Feature dieser Kamera ist die Funktion bei der die Kamera 4 Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen zu einem besseren, weil rauschärmeren Foto selbst zusammenrechnet. Man ist so in der Lage selbst in sehr dunklen Räumlichkeiten, wie im nächsten Bildbeispiel angeführt, mit niedrigen ISOs zu arbeiten.
4 in 1:
1/4 sec freihand bei ISO 800, Blende f/3,2 (Offenblende)
Bei dem Keller handelt es sich im übrigen um einen ganz besonderen Gewölbekeller. Erstmalig wurde er im Jahre 1560 urkundlich erwähnt und befindet sich im 2.UG des Gebäudes 1010 Wien, Grünangergasse 8.
Pro Low Light Modus
nennt sich dieses eigenwillig anmutende Feature bei dem in raschen Abfolge 4 JPGs Kameraintern zusammengerechnet werden. Das Ergebnis ist zwar, wie ihr gleich sehen werdet wirklich rauschfrei, aber auch von jeglicher Textur befreit und somit wertlos.
Bessere Bilder mit viel mehr Textur lassen sich mittels eines Tricks realisieren, welchen ich euch hier vorstellen möchte.
Die HS10 bietet dem Fotografen die Möglichkeit 5 RAW-Files hintereinander in sehr schneller Abfolge aufzunehmen. Dies nennt sich "High Speed Serie" und kann z.B. im "A" Modus (Zeitautomatik) vorne rechts mittels dem kleinen Button (auf dem eine Kamera abgebildet ist) in Kombination mit dem kleinen Drehrad angewählt werden.
Wendet man dieses Feature in Verbindung mit hohen Empfindlichkeiten (z.B. ISO 800 oder höher) an, kann man nachträglich das unsäglich hohe Bildrauschen minimieren und Fotos mit akzeptabler Textur und sehr geringem Farbrauschen erzeugen. Und zwar auch aus freier Hand da die Abfolge so schnell ist, dass die Bilder innerhalb weniger als einer 1/2 sec. aufgezeichnet werden (geschätzte 10 Bilder/sec entsprechend). Das danach immer noch vorhandene leichte Helligkeitsrauschen lässt sich dann ganz gut in Neat Image entfernen und den letzten Rest Farbrauschen kriegt der Rauschfilter mittel "Rauschen reduzieren" hin.
Dazu sind allerdings drei Programme erforderlich. Zum einen das schon erwähnte Silkypix Developer Studio Pro, dann Photoshop CS4 oder 5 und zu guter letzt noch Neat Image zum entrauschen des Files. Zugegebener Maßen ein hoher Aufwand. Dennoch sehr lohnenswert wenn nur die HS10 beim fotografieren zur Hand war, man kein Stativ dabei gehabt hat und hohe ISOs absolut unabdinglich waren. Anhand eines Beispielfotos möchte ich euch zeigen wie groß der Qualitätsgewinn damit ausfällt.
Unbearbeitetes JPG out of cam (ooc) ISO 800
1x 0,25 sec (1/4 sec) bei f/3.2 (Offenblende) und ISO 800 freihand
Pro Low Light Modus JPG ooc ISO 800
4x 0,25 sec (1/4 se) bei f/3,2) ISO 800 mittels Pro Low Light Modus Kameraintern verrechnet
High Speed Serie bestehend aus 5 RAW Aufnahmen ISO 800 mit Photo Merge in CS5 überlagert
5 x 0,30 sec ( 1/3 sec) bei f/3.2) ISO 800 freihand - RAW High Speed Serien Aufnahme
Das selbe Bild aber bereits mit Neat Image entrauscht und in CS5 bearbeitet
An diesem Beispielbild kann man sehr gut sehen was mittels der neuen Technik im Bereich der High Speed Serien kombiniert mit RAW und Entrauschung möglich ist. Die Textur ist okay, das Ergebnis im Vergleich zum normalen JPG geradezu eine Sensation. Und das alles mit nicht einmal 5 min Mehraufwand. Meines erachtens eine wirklich tolle Alternative bevor man die ISO 800 komplett abschreibt oder die Kamera wegen ihres Rauschens bei hohen ISOs wieder verkauft.
Noch nicht vollständig überzeugt?
Na dann gibts hier noch die 100% Crops dieser Bilder.
JPG ooc ISO 800 100% Crop
100% Crop des fertig bearbeiteten High Speed Serien RAW konvertiert zu TIFF Bildes
Hier ein einzelnes RAW aufgenommen mit ISO 800 aus dieser Serie von 5 Bildern. Anschließend entrauscht und als JPG abgespeichert.
Zum Abschluss noch das grausam verunstaltete Original JPG vom Pro Low Light Modus als 100% Crop ISO 800 ooc
Und weil ich heute besonders nett bin gibts alle drei Fotos in voller Größe hier als Download! ;-)
Damit ist für mich schlüssig bewiesen, dass die Finepix HS10 auch bei ISO 800 durchaus noch zu gebrauchen und keineswegs eine reine Schönwetterkamera ist. Man muss sich halt ein wenig Mühe machen und sich in die Kamera einarbeiten, dann sind durchaus respektable Ergebnisse machbar. Wer allerdings Wunder a' la Nikon D3s erwartet wird entäuscht und sollte nachdenken, ob ihm das Mehr an Rauschfreiheit, dann aber auch 3000.- Euro mehr Wert ist.
High ISO
ISO 6400 JPG File
Gar nicht so übel für die Kleine, oder?
100% Crop
MAKRO
Eigentlich bin ich ja kein großer Freund der Makrofotografie, aber dann wollte ich diesen Bereich doch nicht völlig außer Acht lassen und habe deshalb, in Ermangelung vernünftiger Motive mal schnell meinen Haustiger portraitiert.
310mm, 1/200 sec bei f/5.6, ISO 100, freihand
220mm, 1/50 sec bei f/5.0, ISO 100, freihand

180mm, 1/64 sec bei f/5.0, ISO 100, freihand
100% Crop
50mm, 1/500 sec bei f/4.0, ISO 100, freihand
24mm, 1/640 sec bei f/2.8, ISO 100, freihand
Die EXIF-Daten können wie immer aus den Bildern ausgelesen werden.
LG
Wolfgang









































































