Nikon Coolpix P100 vs. Fuji Finepix HS10
Bevor ich mit dem eigentlichen Testbericht beginne, möchte ich ein paar einleitende Worte darüber schreiben wie und wieso ich teste.
Des Weiteren teste ich nicht des Testen Willens, sondern weil ich seit Jahren eine Zweitkamera suche, eine digitale immer-dabei-Kamera sozusagen. Auch bin ich nicht mit Nikon oder Fuji verheiratet, hatte ich in der Vergangenheit DSLRs von Canon, Fuji und Nikon gleichermaßen im Einsatz. Meine Tests sind unabhängig und wertlose Parameter wie das Handling einer Kamera, ihr Batterieverbrauch, eine Einschalt- oder Auslösezeit, oder gar der Schicki-Micki-Faktor (Farbliche Abstimmung auf die so begehrten Louis Vuitton Handtaschen) bleiben außen vor.
Was bei mir zählt ist einzig die erzielbare Qualität ohne wenn und aber.
Leider erfüllt keine von mir bisher getestete Kompakt Digi-Cam meine -wahrscheinlich sehr hohen - Qualitätsansprüche (Verkauf der Bilder an Stock-Agenturen) und ich war gezwungen immer meinen schweren DSLR Body mit zu schleppen, was ärgerlich ist, denn oft genug hat mit ihn dann einfach nicht dabei.
Diesem Umstand Rechnung tragend, suche ich unter den Neuheiten immer wieder Kameras mit „großen“ Sensoren (1/1,7“), einem interessanten Brennweiten Bereich, guten Optiken, oder sonstigen Neuerungen welche es für mich rechtfertigen näher unter die Lupe genommen zu werden.
Müßig zu erwähnen, dass sich viele der vermeintlich hochtechnologisch angehauchten Neuzugänge z.B. wegen ihres inakzeptablen Bildrauschens sogleich wieder als Rohrkrepierer erweisen.
Ein Segment das ich mir hierbei bis lang überhaupt nicht angesehen hatte ist die Nische der sogenannten Bridge-Kameras. Diese recht eigenwillige All-in-One Kombination gilt unter Fotografen als absolutes No-Go und wird maximal milde belächelt. Kein ernsthaft arbeitender Fotograf, ja nicht einmal ein guter Amateur würde so eine Bridge-Kamera auch nur näher ins Visier nehmen wenn es um den Kauf einer Kamera geht.
Wieso ich hier wieder einmal anderer Meinung bin möchte ich euch gerne erläutern.
Schon beim auspacken wurde mir klar, dass trotz identer Größe der Kartons beider Kameras, der Inhalt nicht vergleichbar ist. Die Nikon Coolpix P100 sieht vom Design her sehr eckig aus und erinnert mich an die allerersten Kompaktkameras aus den späten 1990er Jahren. Auch ist das Oberflächenfinish, welches zum Teil in Klavierlack gehalten ist recht unpraktisch, weil leicht verschmutzend. Auch ist im Umfang der Kamera zwar ein Lithium-Ionen Akku enthalten, das passende Ladegerät Nikon MH-61 (Ladenpreis ca. 30,00 Euro) fehlt aber und kann optional zugekauft werden.
Der Akku muss also umständlich über ein recht billig anmutendes USB-Kabel samt einem Universalstecker direkt an die Steckdose angeschlossen werden. Problematisch wird dies wenn man zwei oder mehr Akkus hat und weiterfotografieren möchte. Man kann den ersten leeren Akku dann nämlich nicht aufladen während man weiter fotografiert!
Im Gegensatz dazu verwendet Fuji bei seiner Finepix HS10 vier Stück handelsübliche Batterien des Typs AA, welche man nicht nur überall erhält, nein, ein Ladegerät ist auch wesentlich günstiger erhältlich (falls nicht sowieso in jedem Fotografenhaushalt vorhanden).
Beim Einstellen des Datums und der restlichen Grundfunktionen überzeugt ebenfalls die Fuji mit einer intuitiven Menüführung, während die Nikon recht unübersichtlich strukturiert ist und ohne nähere Betrachtung der Bedienungsanleitung, welche nur mehr als .PDF Dokument auf der beliegenden DVD vorliegt, ersichtlich ist. Umständlich und nicht gerade benutzerfreundlich bei einer Kamera um 350,00 Euro.
Im Handling hat die Fuji mit ihrem größeren Body für große Männerhände ebenfalls Vorteile, denn der Coolpix Body ist so klein, dass man gar nicht weiß, wie man ihn richtig halten soll. Dies wird noch deutlicher wenn man dann das Zoom erstmals betätigt. Bei der Finepix HS100 passiert dies manuell mit der linken Hand (manuelles Drehzoom), während der Coolpix P 100 User mit dem rechten Zeigefinger mittels einer Wippe am Auslöseknopf vorsichtig zoomt (motorbetriebenes Schiebezoom).
Dass hiermit der zu erwartende Stromverbrauch der Nikon höher anzusetzen ist, muss nicht extra erwähnt werden und kommt noch erschwerend zu dem Umstand des fehlenden Ladegerätes hinzu.
Wichtig für die Beurteilung der Qualität einer digitalen Kompakt – und/oder Bridge-Kamera sind meines Erachtens nur folgende Punkte (Gewichtung ebenfalls in dieser Reihenfolge):
Bildrauschen (das Farb- ebenso wie das Helligkeits-Rauschen)
Bildschärfe
Chromatische Aberration (weil teilweise auch nachträglich nicht entfernbar)
High-Iso Verwendbarkeit (alles über der Nennempfindlichkeit der Kamera)
Mögliche max. Auslösungen pro Akku (bzw. der 4 Stk. AA Batterien)
Freihandtauglichkeit bei langen Brennweiten
Weniger kritisch hingegen beurteile ich hingegen folgende Punkte:
Verzeichnung (kann relativ simpel in Photoshop entfernt werden)
Ergonomie und Bedienung der Kamera
Preis/Leistungsverhältnis
Megapixel (völlig unerheblich – 10 MP sind auch für den Verkauf ausreichend)
Die technischen Daten zähle ich bewusst nicht auf, da sie in der Praxis kaum Relevanz haben. Alles was draußen wirklich wichtig ist und zählt erwähne ich sowieso im Text.

Nikon Coolpix P 100:
Fuji Finepix HS 10:

Hier nun ein paar Testbilder beider Kameras, denn Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte über die Qualität einer Kamera aus.
Coolpix
26mm, ISO 160, 1/2000 sec, f/3,2, verkleinert auf 1280 Pixel, freihand, VR ein, unbearbeitet.
Finepix
24 mm, ISO 100, 1/1500 sec, f/4,0, verkleinert auf 1280 Pixel, freihand, VR ein, unbearbeitet.
Coolpix
26mm, ISO 160, 1/1200 sec, f/5,6, verkleinert auf 1280 Pixel, Stativ, Selbstauslöser, unbearbeitet.
Finepix
24mm, ISO 100, 1/1500 sec, f/4,0, verkleinert auf 1280 Pixel, Stativ, Selbstauslöser, unbearbeitet.
Coolpix
26mm, ISO 160, 1/1600 sec, f/4,0, verkleinert auf 1280 Pixel, Stativ, Selbstauslöser, unbearbeitet.
Finepix
24mm, ISO 100, 1/2000 sec, f/2,8, verkleinert auf 1280 Pixel, Stativ, Selbstauslöser, unbearbeitet.
Coolpix

26mm, ISO 160, 1/1000 sec, f/2,8, verkleinert auf 1280 Pixel, Stativ, Selbstauslöser, unbearbeitet.
Coolpix bei 105 mm
105 mm, ISO 160, 1/2000 sec, f/4,0, verkleinert auf 1280 Pixel, Stativ, Selbstauslöser, unbearbeitet.
Coolpix 678 mm
678 mm, ISO 160, 1/2000 sec, f/5,0, verkleinert auf 1280 Pixel, Stativ, Selbstauslöser, unbearbeitet.
Finepix 24 mm

Nach dieser ersten Serie lässt sich bereits folgendes sagen:
Beide Kameras haben durch den kleinen Sensor 1/2.3") mehr oder weniger große Probleme völlig rauscharme Bilder wiedergeben zu können. Da die förderliche Blende unter der Offenblende (f/2.8) liegt, ist es nicht verwunderlich das entweder gar nicht oder höchstens eine Stufe abgeblendet werden muss, will man beste Qualität (Schärfe) erzielen.
Die Coolpix tendiert leider zur Überbelichtung (+0,7 EV) und hat einen Farbstich in Richtung Magenta, was sehr ärgerlich ist. Allerdings löst sie etwas feiner auf als die Fuji. Beim Texturverlust liefern sich beide ein recht ausgeglichenes Match und je nach Motiv und Aufnahmeparametern ist einmal die Fuji und dann wieder die Nikon vorne. Dafür weisen die Bilder der Coolpix faktisch in jeder Aufnahme und zwar sowohl im Weitwinkel als auch im Telebereich deutlich sichtbare chromatische Aberration auf und zeigen links oben und unten auch eine sichtbare Vignettierung.
Während die Nikon eine sichtbare tonnenförmige Verzeichnung bei ihrer kürzesten Brennweite hat, zeigt die Fuji eine tadellose Korrektur und bleibt auch bei 24mm absolut Verzeichnungsfrei. Das beide Kameras so weit irgend möglich auf einer neutralen Einstellung betrieben wurden versteht sich von selbst und muss nicht extra erwähnt werden (Schärfe aus, Farben neutral, Kontrast normal, usw.)
Nachdem wir nun die beiden Kameras bei ihrer kürzesten Brennweite getestet haben möchte ich nun mit einer mittleren Brennweite, bezogen auf diese Art der Bridge-Kameras fortfahren.
Coolpix bei 150 mm
180 mm, ISO 160, 1/200 sec, f/5,6, verkleinert auf 1280 Pixel, Stativ, Selbstauslöser, unbearbeitet.
Finepix bei 150 mm
150 mm, ISO 100, 1/250 sec, f/4,5, verkleinert auf 1280 Pixel, Stativ, Selbstauslöser, unbearbeitet.
Bis jetzt eigentlich nichts verblüffendes könnte man meinen, richtig? Na dann wartet mal ab was jetzt kommt.
Monster-Tele
Coolpix bei 678 mm
Finepix bei 720 mm
Zu welch absolut unglaublichen Ergebnissen man bei 720mm kommt zeigen die nachstehend angeführten Bilder eindrucksvoll. Ich möchte an dieser Stelle nochmals daran erinnern, dass die Schärfe auf AUS gestellt war, was anhand der EXIFs der Originaldateien leicht nachzuprüfen ist. Alle hier geziegten Bilder sind absolut unbearbeitet, also weder nach dem verkleinern auf 1280 Pixel nachgeschärft oder in sonst irgendeiner Art bearbeitet!
Finepix 720mm freihand
720 mm, ISO 100, 1/640 sec, f/5,6, verkleinert auf 1280 Pixel, freihand, VR ein, unbearbeitet.
Coolpix 678 mm freihand
Finepix bei 720mm freihand !
720 mm, ISO 400, 1/160 sec, f/5,6, verkleinert auf 1280 Pixel, freihand, VR ein, unbearbeitet.
Coolpix bei 678mm freihand !
678 mm, ISO 400, 1/1200 sec, f/5,0, verkleinert auf 1280 Pixel, freihand, VR ein, unbearbeitet.
Bei diesem Beispiel zeigt sich sehr gut wo die Stärken der Fuji Finepix HS 10 liegen. Während die Nikon Coolpix P 100 bei 1/120 sec kein gestochen scharfes Bild zustande bringt, funktioniert der VR bei der Fuji bei 1/160 sec perfekt. Der Texturverlust ist bei der Fuji bei ISO 400 zwar eine Nuance größer, dafür weisen die Bilder der Nikon aber inakzeptable CAs auf welche auch nachträglich nicht 100% korrigiert werden können. Ein absolutes KO Kriterium wenn ihr mich fragt.
Finepix bei 720mm
720 mm, ISO 100, 1/200 sec, f/8,0, verkleinert auf 1280 Pixel, Stativ, Selbstauslöser, unbearbeitet.
Finepix bei 720mm
720 mm, ISO 100, 1/500 sec, f/5,6, verkleinert auf 1280 Pixel, Stativ, Selbstauslöser, unbearbeitet.
Finepix bei 720mm freihand
720 mm, ISO 100, 1/250 sec, f/8,0, verkleinert auf 1280 Pixel, freihand, VR ein, unbearbeitet.
Finepix 720mm freihand
720 mm, ISO 100, 1/160 sec, f/8,0, verkleinert auf 1280 Pixel, freihand, VR ein, unbearbeitet.
100% Crop
Coolpix 678mm freihand
678 mm, ISO 100, 1/150 sec, f/8,0, verkleinert auf 1280 Pixel, freihand, VR ein, unbearbeitet.
chromatische Aberration soweit das Auge reicht!
Finepix bei 678 mm freihand mit 1/80 sec!
ca. 678 mm, ISO 100, 1/80 sec, f/8,0, verkleinert auf 1280 Pixel, freihand, VR ein, unbearbeitet (bis auf das Nummernschild).
100% Crop
Coolpix 678 mm freihand
678 mm, ISO 160, 1/100 sec, f/8,0, verkleinert auf 1280 Pixel, freihand, VR ein, unbearbeitet (bis auf das Nummernschild).
100% Crop
Für sehr viele stellt sich natürlich die Frage, wie sich die Fuji bei höheren Empfindlichkeiten verhält, deshalb hier ein kurzer
High - Iso Test
Finepix 720mm freihand ISO 800
720 mm, ISO 800, 1/320 sec, f/5.6, freihand, VR ein, unbearbeitet.
Finepix 720 mm freihand ISO 800
720 mm, ISO 800, 1/800 sec, f/5.6, freihand, VR ein, unbearbeitet.
Finepix 720 mm freihand ISO 800
720 mm, ISO 800, 1/320 sec, f/5.6, freihand, VR ein, unbearbeitet.
Finepix 720 mm freihand ISO 800
720 mm, ISO 800, 1/320 sec, f/5.6, freihand, VR ein, unbearbeitet.
Finepix 720 mm freihand ISO 800
720 mm, ISO 800, 1/320 sec, f/5.6, freihand, VR ein, unbearbeitet.
Finepix 720 mm freihand ISO 800
720 mm, ISO 800, 1/250 sec, f/5.6, freihand, VR ein, unbearbeitet.
Finepix 720 mm freihand ISO 800
720 mm, ISO 800, 1/400 sec, f/5.6, freihand, VR ein, unbearbeitet.
Fazit:
Die Fuji Finepix HS 10 kann insbesondere im extremen Telebereich große Vorteile im Bereich der Stabilisierung für sich verbuchen. Die sehr gut korrigierten CAs, perfekte Schärfe, weitesgehend neutrale Farbwiedergabe, treffgenaue Belichtung sowie das gerade noch akzeptable Rauschverhalten bei der Nominalempfindlichkeit (ISO 100) sichern der Fuji Finepix HS 10 den 1. Platz vor der Nikon Coolpix P100 und machen sie zu einem wirklich brauchbaren Teleersatz zusätzlich zur vorhandenen DSLR.
In diesem Zusammenhang erscheint mir besonders erwähnenswert, dass die freihand Grenze bei der gerade noch scharfe Aufnahmen möglich sind zwischen 1/60 sec und 1/80 sec liegen dürfte (bei 720 mm Brennweite!). Dies ist äußerst bemerkenswert.
Mit praxistauglichen 720 mm Brennweite hat man auch im Zoo alles bei der Hand was für gelungene Schnappschusse erforderlich ist. Und zusätzlich spart man, dank der hervorragenden Stabilisierung auch noch das schwere Stativ welches es für ein KB Tele dieser Kategorie immer mit zu schleppen gilt!
Kein von mir getestetes Sigma Zoom in der 500mm Klasse erreichte auch nur annähernd gleichwertige Ergebnisse an meiner Nikon D3 und dies soll wahrlich etwas heißen. Um im Bereich von 700 mm etwas besseres zu bekommen muss man schon sehr tief in die Tasche greifen
Entscheidend für mich war schlußendlich, dass die chromatische Aberration bei praktisch allen Coolpix P100 Fotos im Telebereich vorhanden war und auch in CS4 nicht vollständig korrigierbar ist. Auch störte mich die Fehlbelichtung trotz Matrixmessung (hauptsächlich im WW-Bereich) in Verbindung mit dem offenbar fast immer vorhandenen Farbstich.
Falls es jemanden interessiert:
Das auch bei ISO 100 vorhandene Helligkeitsrauschen der Fuji Finepix HS 10 lässt sich perfekt mit Neat Image korrigieren. Die so korrigierten und entrauschten Bilder können es bezüglich des Texturverlustes teils nicht nur mit denen der Coolpix aufnehmen, nein, bei manchen Aufnahmen sind sie sogar besser!
Hier ein Beispiel:
100% Finepix Crop
100% Coolpix Crop
Finepix crop mit Neat Image entrauscht, sonst aber unbearbeitet.
In den Dachschindeln ist die Textur des entrauschten Finepixfotos sogar besser, als das Original der Nikon.
Und zu guter Letzt noch zwei Nachtaufnahmen:
Finepix 32 mm
32 mm, ISO 100, 3 sec, f/4.0, Stativ, Selbstauslöser, unbearbeitet.
Finepix 720 mm freihand !!!
720 mm, ISO 400, 1/10 sec sec, f/5.6, freihand, unbearbeitet
Alle relevanten Fotos können bei Rapidshare als Originalfiles runtergeladen werden (Achtung 110 MB!). Hier gibts die restlichen Fotos zum download, plus der High-Iso Bilder.
Und sollte jemand an meiner Ehrlichkeit zweifeln....
Meine Nikon Coolpix P 100 ist bereits verkauft!
Currently 20 comments
(add your own)Fantastisch
Danke für diesen hervorragenden Test über die wohl zur Zeit angesagtesten Superzoom-Modelle überhaupt. Sehr hilfreich und informativ.
Comment posted by enroe
Fotopraxis pur
Ein Test, der meinen Vorstellungen von solch einem Vorhaben nahezu vollkommen entspricht und im Übrigen eine perfekte Entscheidungsgrundlage bietet. Allen Pixelpeepern, Nörglern und Besserwissern sei gesagt: Ehe Ihr Eure Kommentare abgebt, lest erst einmal die Beurteilungskriterien die diesem Test zugrunde liegen und nehmt Bezug darauf!
Comment posted by FotoFrame
-mathias-
hallo wolfgang,
komme vom dforum auf diese seite. danke für den test. mir gefallen die fuji's schon lange. was mich auch noch interessieren würde: vergleich der haptik, geschwindigkeit und genauigkeit der zoomverstellung, video-eigenschaften
gruss aus der schweiz
mathias
Comment posted by mathias
Ist mir zu einseitig
Ich bin großer Fuji Fan, aber dieser Beitrag ist mir nun doch zu Fujilastig. Gar kein gutes Haar an der Nikon zu lassen finde ich mehr als unfair und es ist auch ganz offensichtlich zu einseitig. Meine HS 10 spricht eine andere Sprache....oft wäre ich froh wenn sie nur annähernd die Qualität der hier gezeigten Nikon Bilder erreichen würde......
Comment posted by Steffen
Mr.
Test ganz Okay - lese sonst solche Tests nur auf
englischsprachigen Seiten; Man sollte als mit größten Unterschied aber noch die vorteilhaften AA-Akkus und den feiner justierbaren manuellen Zoom der FinePix HS10 erwähnen....
Grüße aus Berlin
Comment posted by Typfelhyaene
Super Test...
Hallo Wolfgang,
wirklich ein klasse Test. Ich bin hin und her gerissen ob ich mir die HS10 gönnen soll oder nicht. Die Nikon hat mit Sicherheit ihre Daseinsberechtigung und ist auch nicht umsonst schon aus diversen Tests als Testsieger hervorgegangen. Aber bei Dir wie bei mir liegt der Schwerpunkt woanders. Schon allein der manuelle Zoom hebt die Kamera auf eine eigene Stufe. Deswegen und aufgrund noch anderer Ausstattungsmerkmale werde ich mir die HS10 holen...
Viele Grüsse
Andre
Comment posted by Andre
zweofelhaft
hallo,
ich bin da sehr skeptisch, was den so genannten test angeht.
die bilder der hs10, die ich von einem freund bekommen habe (zur beurteilung), waren eine einzige katastrophe.
die hier gezeigten waren zumindest beschnitten, so dass man den enormen schärfeabfall zum rand nicht beurteilen kann.
bei schönem wetter (wie hier zu sehen) greift die rauschreduzierung offenbar nicht so stark ein, die bilder schon bei grauem himmel matschig werden lässt.
einer meiner schlüsse ist, dass die hs10 eine cam ist, mit der man arbeiten muss. einfach draufhalten und die automatik machen lassen geht wohl nicht.
Comment posted by lympfer
HS10 video
Some bird videos with Fuji HS10 and Sony HX1 for compare on http://www.eyesonsky.com
Comment posted by jeandu → http://www.eyesonsky.com
das Wesentliche
Hallo Wolfgang,
vielen Dank für den Super Test.
Bei meiner Kaufentscheidung hilft mir das auf jeden Fall weiter.
Grüße
J.
Comment posted by zessi
Mr.
Schade, dass die Testfotos von Rapidshare wieder verschwunden sind! Spiele mich auch mit dem Gedanken, zusätzlich zur DSLR eine Bridge anzuschaffen. Hauptsächlich um mein "geheiligtes" Equipment nicht unnötigen Gefahren bei unkontrollierbaren Menschenansammlungen (Sportveranstaltungen, Konzerte,...) auszusetzen. Und da käme die HS10 gerade recht. Leider liest man momentan noch soviel Unterschiedliches, vor allen Dingen aber Konträres darüber. Also polarisieren tut sie zumindestens... ;-)
Comment posted by Springcourt
Die Rapidshare Uploads,
sind nicht verschwunden, sondern am Ende des dritten Teils meines Testberichts angehängt. Dort kann man sie nach wie vor runterladen!
Im Notfall könnte man aber auch ein Mail an mich senden und nett fragen, ich beisse nicht. ;-)
Liebe Grüße
Wolfgang
Comment posted by wolfgang
Bildqualität HS10 im WW-Bereich ?
Hallo Wolfgang,
ich stehe auch vor der Kaufentscheidung der Finepix HS10 und habe die kontroversen Bewertungen eingehend verfolgt, daher herzlichen Dank für Deinen aufwendigen Bericht ! Offenbar hängen die Schwächen -aber eben auch die Stärken- der HS10 auch von der jeweils verwendeten Brennweite und damit dem spezifischen Einsatzgebiet ab. Tele und Macro sind offenbar unschlagbar was Bildschärfe und Deteilreichtum angeht, im Weitwinkelbereich gibt as aber offenbar erhebliche Probleme. Siehe auch folgenden Bericht den ich dazu bei amazon gefunden habe:
http://www.amazon.de/product-reviews/B00342UTQ6/ref=dp_top_cm_cr_acr_txt?ie=UTF8&showViewpoints=1
(dieser refernziert übrigens auch Deinen Test)
Kannst Du zur Bildqualität im WW-Bereich etwas sagen ? Stimmt das mit den beschriebenen Problemen ? Hätte es gerne selbst mal getestet leider ist die Kamera derzeit nirgends vorrätig.
Viele Grüsse
grisi
Comment posted by grisi
Weitwinkel
Sehr viele der in meinem Test gezeigten Bilder wurden mit 24mm gemacht und ich kann mich nur wiederholen. Die meisten Fragen die mir in den letzten Tagen per Mail gestellt wurden, erübrigen sich, würde sich jemand die Zeit nehmen und meinen Test ausführlich lesen, oder die EXIFs der Bilder ansehen!
Glaubt das was ihr seht und nicht das was irgendwelche Unbedarften schreiben die selber keinen blassen Dunst von der Fotografie haben. Die sog. Kundenrezesionen sind so viel Wert wie die Meinung meiner Großmutter.
LG
Wolfgang
Comment posted by wolfgang
Firmware
Danke für den ausführlichen Test! Was mich allerdings dazu interessieren würde (habe keinen Hinweis darauf gefunden):
Fuji hat vor einiger Zeit ein Firmware Update auf v.1.01 heraus gebracht, das die meisten der so stark bekrittelten Probleme beheben soll. Die wenigsten geben jedoch an, mit welcher Firmwareversion die Aufnahmen gemacht wurden, die sie als schlecht, matschig, unscharf oder dergleichen bezeichnen. Inzwischen ist bereits das Update auf v.1.02 verfügbar (http://www.fujifilm.com/support/digital_cameras/software/firmware/s/finepix_hs10/fupd.html).
Kannst Du Aussagen dazu (Firmware Deiner Fotos) machen, eventuell auch, ob Du Vergleiche zu den verschiedenen Firmware geben kannst (speziell im Vergleich zur v.1.0)?
Vielen Dank,
ebenfalls ein Wolfgang
Comment posted by Wolfgang H.
mrs
Super Test, Wolfgang! Danke, Du hast mir bei meiner Kaufentscheidung sehr geholfen. Die Magazine können sich wirklich einen Scheibe bei Dir abschneiden!
Gruß
Claudia
Comment posted by Claudia Van Lierde
Test
Hallo Wolfgang,
kann nur sagen: ein toller Test! Habe ihn erst jetzt gelesen und kann ihn als stolzer Besitzer einer HS 10 (seit mittlerweile fast 2 Wochen) - zumindest was die HS 10 anbelangt - nur bestätigen. Den Kauf habe ich bisher keinen Augenblick bereut.
Die Anordnung der Bedienelemente finde ich sehr gelungen und durchwegs praxistauglich. Hier möchte ich ganz besonders die links des Displays angeordneten Funktionsbuttons und den rechts des Displays befindlichen Video-Aufnahmebutton hervorheben. In Hinblick auf die Funktionsvielfalt finde ich das Menü recht übersichtlich und die individuellen Voreinstellungen (SP1, SP2 und C)erleichtern das Leben ungemein.
Bisher habe ich nur ein wirkliches Manko gefunden: der Bildwiedergabebutton wurde für meine Begriffe äußerst ungünstig positioniert. Fallweise komme ich mit dem Handballen der rechten Hand an diesem Button an und schalte dadurch ungewollt von Aufnahme auf Bildwiedergabe um.
Ein Highlight ist jedenfalls der Zubehör-/Blitzschuh. Daß es keinen Systemblitz dazu gibt bzw. auch keine Blitzsteuerung durch die Kamera erfolgt, kann ich persönlich verschmerzen, da ich analog bisher auch nur mit manueller Blitzsteuerung gearbeitet habe. Mein guter alter Vivitar 283 Blitz samt Zubehör (seit 28 Jahren im Einsatz) wird dadurch wenigstens nicht arbeitslos.
Mein Fazit: Das Preis-/Leistungsverhältnis ist TOP. Für bessere Bildqualität müsste man um ein Vielfaches mehr Geld auf den Tisch legen und auch deutlich mehr Zubehör herumschleppen.
Viel Spaß und tolle Bilder wünscht
Peter
Comment posted by Peter
Mr.
Vielen Dank für den aufwändigen Beitrag. Könnte man sich von manchen anderen professionellen Fotogeräte-Testern in dieser qualifizierten Form nur wünschen.
Ich bin nach jetzt ca. 7 Digitalkameras seit 3 Jahren wieder auf der Suche nach einer vernünftigen neuen Bridge-Kamera.
Als Resümee von unendlich viel Recherche-Zeit, techn. Daten-Vergleiche und praktischer Tests im Ladengeschäft kann ich nur sagen: Sind die Fotogeräte-Hersteller wirklich zu dämlich, um eine VERNÜNFTIGE Kamera zustandezubringen? Oder werden Kameras inzwischen nur noch von Marketingstrategen konzipiert, die nur daran interessiert sind, möglichst tolle Schlagzeilen zu produzieren und möglichst bald ein neues Kameramodell an den Mann zubringen, wenn der gemerkt hat, dass das Superduper-Modell vom Vorjahr wieder nur unbefriedigend ist ???
Die Fuji HS10 und die NIKON P100 waren 2010 seit langem tatsächlich der einzige Lichtblick im Überangebot der Neuheiten, die jedoch allesamt immer noch weit von der "eierlegenden Wollmilchsau" entfernt waren und eher mit abstrusen und/oder ungenügenden Detail-Feautures wie z.B. praxisfernen zu kurzen oder zu langen Zoom-Brennweitenbereichen und sonstigem Detail-Blödsinn wie z.B. Gesichtserkennung glänzten, während es an den Essentials stets irgendwo massiv haperte.
Das gilt auch für die Fuji HS 10:
Auch wenn man wenigstens vom Megapixel-Hochquälen abgekommen ist und dies den "Spielzeugkameras" vorbehält, müssen es nun Superzooms mit zwangsläufig schlechterer Bildqualität sein. Für wie blöd und uninformiert hält man bei Fuji und Co. in Zeiten von meist sehr qualifizierten WEB-Testberichten eigentlich zumindest die etwas anspruchsvollere Bridgekamera-Kundschaft?
Der Gipfel ist jedoch wie auch z.B. bei einigen besseren CANON-Bridgekameras die Stromversorgung:
Zwar haben inzwischen fast alle minderwertigeren Kameramodelle (bei Fuji z.Z. alle) einen pflegeleichten, zuverlässigen und idiotensicheren Li-Ionen-Akku.
Nur das derzeitige Fuji-Bridgekamera-Spitzenmodell HS 10 ist wie zu Opas Zeiten nur mit 4 Mignon-Batterien bzw. Akkus zu betreiben.
Was soll der Quatsch?
Wer als Vielfotografierer mit zahlreichen Kameras und Blitzgeräten schon mal wie ich jahrzehntelang das Theater mit umständlichen, zeitraubenden, fehlerintensivem Handling, unendlichen Entlade-, Lade- und Formierungszeiten von kiloweise Akkus, Memoryeffekt, Verpolungen durch Tiefentladung oder sonstigen Spinnereien von Mignon-Akkus, mitgemacht hat, weiß wovon ich rede.
Wer's noch nicht weiß: Der schwächste Akku bzw. Batterie eines Satzes wird als erster leergesaugt, bis nichts mehr geht, d.h. die erforderliche Voltzahl nicht mehr erreicht wird. Welche Zelle(n) betroffen ist, ist jedoch kaum zuverlässig rauszubekommen. Und schon gar nicht bei hektischem Fotografierbetrieb z.B. bei Veranstaltungen, wo's oft auf jede Sekunde ankommt. Deshalb muss stets der ganze z.B. 4er-Satz getauscht werden und der gebrauchte verwechslungssicher verstaut werden.
Am Ende der Veranstaltung müssen alle noch fast vollen Akkus entladen und alle Akkus zur Aufbewahrung neu geladen werden, was Tage dauern kann. Vor dem nächsten Fotoshooting das selbe wieder, weil sich die Akkus natürlich bis dahin wieder entladen haben. Ganz abgesehen von den Kosten, Pflege und Lagerhaltung für div. Akkus und sperrige Ladegeräte.
Wegwerf-Batterien sind auch keine Alternative:
Im Prinzip genauso umständlich und unzuverlässig und im Fall von leistungsfähigen Lithium-Mignon-Wegwerf-Batterien auf Dauer richtig teuer.
Im Gegensatz dazu kommt man selbst als Vielfotografierer meist mit 2-3 Li-Ionen-Akkus und einem einzigen Ladegerät problemlos aus, wenn man nicht gerade wochenlang in der Wüste unterwegs ist (und auch dort gäbe es ggf. die Möglichkeit, via Autobatterie zu laden): Ladezeiten max. 1,5-3 Std, Entladen nicht erforderlich, (fast) keine Spinnereien. Hochwertige Li-Ionen-Akkus halten jahrelang, auch bei schlechter Pflege (d.h. monatelang liegenlassen im vollgeladenen statt fast entleertem Zustand), können eigentlich nur durch Verbrauch der internen Elektroden irgendwann kaputtgehen. Kam bei mir jedoch noch nie vor, schon weil bisher nach spätesten 2-5 Jahren eine neue Kamera und damit auch neue individuelle Stromversorgung fällig war.
Deshalb lautet meine "Kaufentscheidung" auch heuer wieder:
Warten bis nächstes Jahr. Vielleicht hat man dann endlich bei den Foto-Herstellern registriert, was der Kunde wünscht.
Und vielleicht Blogs wie diesen gelesen.
Dennoch an alle HS 10-Besitzer viel Spass beim Fotografieren (und Akkuladen...)
Viele Grüße aus München
Alwin Hierl
Comment posted by Alwin Hierl
Enttäuschung
Hallo Wolfgang,
da ich aufgrund Deines Testberichts auf die Fuji HS 10 neugierig war, hatte ich einige Stunden Gelegenheit, das Ding auch mal praktisch auszuprobieren. Es war offenbar eine Kamera neuesten Herstellungdatums, zumindest bereits mit der Firmware 1.2 vom April 2010 ausgeliefert.
Kurz-Resume: Von all den oben im Test gezeigten bzw. beschriebenen wunderbaren Eigenschaften konnte ich leider nichts bemerken:
Bereits nach den ersten paar Aufnahmen (Alltagsmotive aller Art, Gebäude, Personen etc.) mit den Werks-Grundeinstellungen und Betrachten der Bilder habe ich das Ding in die Schachtel zurück gepackt:
Die Bildqualität erinnerten mich an die "Qualität" von Billigst-Kameras aus der Frühzeit der Digitalfotografie, hatten jedoch nichts mit einer 10MP-Kamera von 2010 zu tun:
Fade unattraktive Farbwirkung, bei detailreicheren Motiven nicht vorhandene Schärfe und Durchzeichnung: Detailreichere Bilder sahen so aus, als wären sie z.B. mit dem PHOTOSHOP-Filter "Staub und Kratzer entfernen" oder "Störungen entfernen" oder "kristallisieren" brutal behandelt: "flach", jegliche Feinstruktur entfernt.
Nicht-Schönwetter-Fotos bestehen eigentlich nur aus hingequälten Konturlinien und soßigen Farbflächen.
Blitzfotos sind auch nicht sehr viel besser.
Um sicher zu gehen, das ich vielleicht nicht doch einige Grundeinstellungen übersehen hatte, habe ich dann doch noch mal Testreihen mit den verschiedensten bild- und schärferelevanten Kamera-Einstellungen durchprobiert.
Ergebnis unverändert, egal ob 100 ISO oder höher, egal welche sonstigen Einstellungen. Ich kam mir schlicht und einfach verarscht vor.
Das wollte ich dann auch der Firma Fuji Deutschland kundtun, auch wenn's eh nur für den Papierkorb ist: Sinnigerweise funktionierte dann die einzige auf der deutschen WEBsite genannte Kontakt-Mailadresse nicht.
Auch die groß in der Werbung ausgelobten Spezial-Features waren alles andere als berauschend: z.B. die Panoramabild-Funktion (autom. Zusammensetzung eines Bildes aus vielen Einzelbildern) funktioniert zwar erstaunlich gut. Das Endergebnis ist jedoch nur ein lächerlich niedrig aufgelöstes Bild, weil wohl nur mit der Videofunktion der Kamera erstellt.
Auch die optische Qualität der HS 10 ist natürlich nur so, wie man es bei einem solchen überzogenen Objektiv erwarten kann: zwar ist der maximale und bisher bei Kompaktkameras konkurrenzlose Weitwinkel von 24 mm verlockend, aber letztlich unbrauchbar: Selbst im gemäßigten Weitwinkelbereich je nach Aufnahmewinkel zwar keine tonnenförmigen, aber teilw. extreme Form-Verzerrungen, was besonders bei Architekturaufnahmen selbst einem Normalverbraucher unangenehm auffällt. Für eine professionelle Verwendung für Bildagenturen o.Ä. absolut unbrauchbar.
Als Vergleich fotografierte ich alle Testmotive zusätzlich mit meiner alten Kompaktkamera CANON PRO 1 von 2004 (28-200mm, 7,8 MP) und mit meiner neuen D-SLR NIKON D 5000 (12 MP, sehr großer Sensor) mit SIGMA 18-250mm-Objektiv und CANON EOS D550 (von 2010, angeblich 15 MP):
Der Unterschied war in puncto Form (Schärfe, Verzeichnungen) und Farbe (Bildwirkung) wie Tag und Nacht.
Unter Berücksichtigung der niedrigeren MP-Auflösung waren die Aufnahmen aus der alten CANON PRO 1 nicht wesentlich schlechter als die der neuesten CANON D550 und sowohl farblich als auch in puncto Schärfeeindruck und Detailzeichnung immer noch um Klassen besser als die der Fuji HS10.
Selbst meine Uralt-Fotos mit den ersten NIKON-Coolpix-Kompakt-Digitalkameras von 1999 (1,5 MP) und 2000 (3,5 MP) wirken immer noch attraktiver und plastischer als der Bildmüll aus der Fuji HS10.
Nachvollziehbar, dass Deine HS 10 inzwischen zum Verkauf steht...
Vielleicht ist die NIKON P 100 doch nicht so schlecht? Habe ich noch nicht ausprobieren können.
Mein Fazit für anspruchsvollere Kamerakäufer (Stand Juli 2010):
Mit den derzeit angebotenen "Bridge"-Kompaktkameras wird man auf Dauer nicht glücklich:
Die werden seit ca. 2008 offenbar nur noch von der Marketingabteilung konzipiert. Wohl in erster Linie in Hinblick darauf, um immer noch einen Werbeaussage-"Superlativ" im Vergleich zur Konkurrenz draufsetzen zu können: Höchste MP, höchste ISO, schnellste Serienbilder, längster Brennweitenbereich, blödeste Trala-Features wie Gesichts- und Haustiererkennung, 10 Euro billigerer UVP etc.
Die "eierlegende Wollmilchsau"-Kamera wäre heute wohl technisch ohne Weiteres möglich. Ist aber von den Herstellern nicht gewünscht:
Die alte Kamera soll möglichst rasch nerven, man will ja neue verkaufen.
Aus Herstellersicht nachvollziehbar, aus Kundensicht weniger.
Wer noch ein paar Hunderter drauflegt und nicht das neueste Modell kauft, bekommt z.Z. z.B. für ca. 1000 Euro eine sehr gute NIKON D 5000 mit einem Universalobjektiv (z.B. SIGMA 18-250mm), das mit Ausnahme von sehr kleinen Makroaufnahmen alle Fotosituationen (fast) in professioneller Qualität meistert. Ein D-SLR-Gehäuse ist nicht größer als das der HS10, und kaum schwerer. Nur das Objektiv ist natürlich relativ schwer und unhandlich. Autofokus ist auch mit neuesten D-SLR-Kameras aller Hersteller im LiveView/Display-Betrieb leider immer noch nicht zuverlässig möglich (nur mit Sucher, dann meist sehr gut). Lediglich die autom. Video-Scharfstellung funktioniert meist passabel.
Man kann die Bilder meist unbearbeitet verwenden, wie sie aus der Kamera kommen. Das "fast" (s.o.) bezieht sich lediglich auf die leicht kissenförmigen Verzeichnungen, wie sie nun mal auch D-SLR-Objektive mit großem Brennweitenbereich haben und bei "Fremdobjektiven" nicht automatisch von der Kamerasoftware korrigiert werden. Das lässt sich mit entspr. Entzerrungs-Nachbearbeitung z.B. mit PHOTOSHOP oder mit NIKON-eigenen Bearbeitungsfunktionen oder mit Objektiven mit geringem Brennweitenbereich oder Festbrennweite beheben.
Wer's so klein und handlich wie Kompakt-Bridge-Kameras aber gute Bildqualität haben möchte, sollte sich mal die Kameras mit Wechselobjektiven ohne Schwenkspiegel ansehen (z.B. von PANASONIC LUMIX und SONY). Die sind zwar wegen begrenzter Objektivauswahl und in puncto mancher Features (noch) keine 100%ige Alternative zu D-SLR-Kameras und je nach Modell und Ausstattung etwas teurer, vor allem die Objektive, weil noch geringe Stückzahlenfertigung und kaum Alternativen von SIGMA (von TAMRON keine). Aber vielleicht ändert sich das irgendwann. Die zahlreichen Neuerscheinungen seit 2009/2010 lassen hoffen...
Viele Grüße aus München
Alwin Hierl
Comment posted by AlwinHierl
Systemkamera
06.08.10 Bin auch über das DSLR-Forum (als Gastleser) hierher gekommen .
Mir hatte der Test hier gefallen, aber ganz glauben konnte ich die Begeisterung nicht. Die inzwischen erfolgten Kommentierungen rücken das Bild wieder gerade und bestätigen die Ergebnisse in anderen Bewertungen.
War selber lange mit Bridgekameras unterwegs (Fuji Finepix und zuletzt die für mich sehr gute Panasonic DMC FZ50) und hatte sowohl auf Reisen als auch im Studio gute Erfahrungen.
Bin aktuell bei Systemkamera Panasonic Lumix G2 gelandet mit der das Arbeiten Spass macht (auch wenn mir statt des Doppelzoomkits ein etwas mittiger angelegtes (Weitwinkel bis Tele) Objektiv lieber wäre (Supertele dann extra).
Meine Hauptanforderungen waren: richtiges Liveview mit elektronischem Sucher, manuelles Zoom, Blitzschuh (fürs Studio) und intuitive , ergonomische Bedienung. Den Touchscreen nutze ich allerdings kaum , ziehe Knöpfe und Wählräder vor.
Das Gefühl ist wegen der Chipgrösse schon deutlich näher an ner SLR (Schärfeverlauf) auf das Auslösegeräusch (trotz fehlendem Spiegel!) würd ich gern verzichten.
Mein nächster Schritt wird dann eine SLR sein wobei ich vorallem hohe ISO empfindlichkeit (da ich viel Available fotografiere) und Bildfolgegeschwindigkeit suche. Glücklicherweise verstärkt sich das Thema Konvergenz z.B. Filmen (bei Konzerten) und eine Reihe von sinnvollen Features schwappen in den DSLRmarkt. Ausserdem verbessern sich Ergnomie und Preis-/Leistungsverhältnis bei den Boliden stetig so dass sich das Warten meines Erachtens lohnt. Vielleicht schafft man bis dahin auch den SLR eine sinnvolle Automatik für "Partyfotografie" anzuerziehen, weil auch wenn ich das selten brauch - da machen die kleinen Hosentaschenkompakten einen guten Job
Viele Grüsse aus München
Max
Comment posted by MaxL




































Klasse Test
Hallo Wolfgang,
wirklich ein klasse Test. Da können sich sogenannte Fachzeitschriften mal eine Scheibe abschneiden. Da ich auch beide Cams im Auge hatte, kam der Test zum besten Zeitpunkt. Die Fuji kommt ja ganz gut weg. Mein Interesse ist trotz einer Fuji S5 gestiegen.
Vielen Dank
Torsten
Comment posted by T. Bartkowiak → http://www.foto.torsten-bartkowiak.de/