Wolfgang Steiner Photography - MyBlog
#1

Überweisung der Spenden

Dunkelheit und kein Licht in Sicht ;-)

Gibt es ein Licht am Ende des Tunnels für die die es am dringendsten brauchen?

 

 

Dies war eine der Fragen, die mich im letzten Jahr wirklich beschäftigt haben, hatte ich doch die Ärmsten der Armen im Kloster Wat Phra Baht Nam Phu besucht und ihr Leid so würdevoll es mir möglich war dokumentiert. In den darauffolgenden Monaten bekundeten dann hunderte Leser meiner Doku wie betroffen sie mein Text gemacht hatte. Da lag es dann nahe sich zu überlegen ob man wenigstens die Grundbedürfnisse dieser Patienten über einige Monate hinweg sichern (Versorgung mit den aller notwendigsten Medikamenten wie Schmerzmitteln) könnte. Ein Spendenaufruf meinerseits war dann die logische Konsequenz.

Bevor ich hier jedoch auf nähere Details meines Spendenprojekts eingehe, möchte ich nochmals allen danken, die mich bei meinen Bemühungen den Aids-Kranken des Tempels Wat Phra Bat Nampu Geld zukommen zu lassen, unterstützt haben.

Leider musste ich einsehen, dass das Thema AIDS hier in Mitteleuropa ein absolutes Tabuthema ist. Nicht nur das niemand darüber reden möchte, nein es ist sogar so schlimm, das meine besten Freunde, ja mein eigener Bruder den Text über das Kloster nicht einmal lesen wollen.

Das stimmt mich sehr traurig und die äußerst geringe Spendenbereitschaft aller die hier täglich auf meiner Homepage Testberichte lesen oder sich an meinen Bildern erfreuen, zeigt in was für einer egoistischen Gesellschaft wir leben. Jeder ist sich selbst der nächste, Hauptsache mir geht's gut, was der Nachbar macht ist mir scheiß egal.

Alleine das Übersetzen meiner Doku ins Englische hat mich fast so viel gekostet wie hier an Spenden zusammengekommen ist und da rede ich noch nicht davon was mich der Einsatz vor Ort physisch wie psychisch gekostet hat, denn das ist sowieso unbezahlbar. Natürlich könnte man nun einwenden, das niemand den „Steiner“ kennt und daher auch keine Spendenbereitschaft aufkommen kann. Leider stimmt dies nicht so ganz. Meine Homepage wird täglich von hunderten Menschen in aller Welt gelesen, was ich durch Google Analytics immer wieder dokumentiert bekomme.

An meiner Popularität lags also weniger. Vielleicht hätte ich den Aufruf in Printmedien publik machen sollen...?

Hab ich.

Sogar in einer der besten Tageszeitungen Österreichs, der „Presse“, war und ist er seit dem letzten Weltaidstag (1.12.2008) nachzulesen. Geholfen hats aber auch nichts. Eine einzige Person möchte ich an dieser Stelle namentlich erwähnen, da sie sich in einer Art und Weise engagiert hat die wirklich toll war, nämlich Herrn Bernd Wilke. Wir kannten uns vor meinem Bericht nicht und werden uns wahrscheinlich auch nie treffen, aber er hat nicht nur in seinem Umfeld für die Haupteinnahmen dieses Projekts gesorgt, nein, er hat sogar eine Ausstellung organisiert welche öffentlich zugänglich war. Dafür gebührt im Dank und Anerkennung. Danke Bernd!

Nicht das ich jetzt wirklich traurig wäre, nein, genau genommen ist es mir völlig wurscht. Wenn die allgemeine Meinung ist offenbar, dass wir solche Menschen am besten verrecken lassen sollen, na gut.. dann lassen wir sie halt verrecken. Sind doch sowieso nur Menschen zweiter Klasse, oder?

Komisch nur, das genau jetzt in der Vorweihnachtszeit tausende dem immer wiederkehrenden Hilferuf von so manchen Organisationen mit markenrechtlich geschützen Namen (welchen man nicht namentlich nennen darf - ich wurde gerade schriftlich aufgefordert den Namen von meiner Homepage zu entfernen!!!) folgen und brav ihren Obulus leisten, ohne genau zu wissen wofür sie eigentlich Spenden. Wird schon für einen guten Zweck sein, denken sich sicher die meisten und erleichtern so ihre Seele.

Eine verrückte Welt kann ich nur sagen.

Eigentlich wollte ich jetzt in Thailand sein und die „Spenden“ direkt im Tempel übergeben, aber aufgrund einer noch nicht ausgeheilten schweren Lungenentzündung und einer bevorstehenden Nebenhöhlen OP am 12.02.2010 bin ich leider nicht in der Lage den Erlös meiner Spendenaktion persönlich zu überbringen, sondern war gezwungen ihn per Onlineüberweisung direkt an die Stiftung zu senden. Den Überweisungsbeleg poste ich weiter unten. Bei Fragen können sie sich gerne direkt mit meinem Betreuer der Erste Bank, in Verbindung setzen. Alle Überweisungsrelevanten Daten sind auf dem Beleg ersichtlich.

So bleibt mir nun nichts mehr als kopfschüttelnd den kurzen Beitrag zu beenden und euch folgendes mit auf den Weg zu geben...

Es gibt kein Licht am Ende des Tunnels


zumindest nicht für jene, die es am dringendsten bräuchten.

 

Euer sehr trauriger

Wolfgang Steiner

 

 

Currently 2 comments

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#1

adapter rings

oh,the picture...
I feel a little afraid when I look at it first time,but I know that is your art

Comment posted by ken → http://www.camera-lenses-supplier.com/Optical-Prism-c6.html

#2

Admin

No art, just the real life.

Comment posted by wolfgang

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