Wildlife Fotografie
oder .... warum es in der Natur keine Wiederholungen gibt!
Vorwort:
Da mich in letzter Zeit viele Leute auf meine „Wildlife“-Fotos angesprochen haben, möchte ich ein paar Worte zu diesem äußerst interessanten Teilgebiet der Fotografie schreiben. Dies ist jetzt aber kein Reisebericht über Südafrikas Tierwelt, sondern soll ein wenig den Hintergrund beleuchten, welcher für uns Fotografen wichtig ist.
Im Vorfeld meiner Reise versuchte ich herauszufinden, welches Equipment zum Fotografieren der wilden Tiere im Busch erforderlich ist. Dabei wandte ich mich an einige selbsternannte "Profis", aber auch an länderspezifische Foren im Internet. Da ich jetzt nach Beendigung meiner Reise am eigenen Leib erfahren habe, worauf es ankommt, möchte ich mit manchen Vorurteilen aufräumen und etwas Licht ins Dickicht der Wildlifefotografie Afrikas bringen.

Ausrüstung:
Ein leider Gottes sehr wichtiger Faktor in einer Zeit, in der sich immer mehr Menschen spezialisieren! Und hier gilt ausnahmsweise der Spruch nicht, dass ein gutes Foto im Kopf entsteht. Die guten Fotos entstehen mit 600 mm/4.0 Optiken und nicht im Kopf.
Fangen wir bei den Objektiven an: im Internet wird z.B. durchwegs behauptet, das wichtigste Objektiv für Tierbeobachtungen in Afrika (speziell im Kruger Park, welchen ich unter anderem besuchte) wäre das 70-200 mm!
Dies ist schlichtweg falsch.
Vom verbleibenden Rest hatte ich bei 20% der Fotos zusätzlich den 1,7 Konverter in Verwendung, was ein 650 mm Objektiv ergibt (975 mm in KB) und bei maximal 10% aller Bilder verwendete ich das 70-200 mm. Natürlich ist es leichter und viel praktischer, da aus der freien Hand einsetzbar, keine Frage.
Nur hilft es Dir halt nix, wenn Du dann alle Fotos um 50% beschneiden musst, um einen halbwegs herzeigbaren Ausschnitt zustande zu bringen. Die Bilder, die ihr in der Kategorie „Wildlife“ auf meiner Homepage findet, sind praktisch alle (90%) unbeschnitten, also genau so fotografiert, wie ihr sie seht (kein Crop!!!).
Dabei soll aber nicht verschwiegen werden, dass ein stabiles Stativ dafür eine Grundvoraussetzung ist. Ja, auch im Land Rover, richtig gelesen!
Dies mutet für manchen Fotografen nun vielleicht eigenartig an, ist aber unbedingt erforderlich bei dem Gewicht, das diese Kamera/Objektivkombination mit sich bringt (4,5 kg). Aus freier Hand gelingen bei 975 mm einfach genau NULL scharfe Fotos. Womit wir gleich bei der größten Challenge der Wildlife Fotografie wären….
der perfekten Schärfe am Auge des zu fotografierenden Tieres.
Nichts ist ärgerlicher als eine scharfe Schnauze und unscharfe Augen, oder noch schlimmer…. Alles ein wenig verwackelt. Leider gilt halt auch in der Zeit der Digitalfotografie noch immer der alte Grundsatz, dass die längste Verschlusszeit der Reziprokwert der Brennweite sein sollte, mindestens! Beim 200-400 mm auf 400 mm plus 1,7fach Konverter (975 mm) wäre dies demzufolge die 1/1.000 sec. Und möchte man seine Bilder bei Bildagenturen anschließend verkaufen, sind ISO100 ebenso Pflicht. Wo aber .. und nun kommen wir schön langsam zum Punkt, erreicht man die tausendstel Sekunde kurz nach Sonnenaufgang oder kurz vor Sonnenuntergang, wo man als Fotograf das beste Licht hat und die tollsten Bilder machen könnte???
Da ist man oft schon über 1/125sec bei Blende f/4.0 heilfroh!
Was ich damit zu Ausdruck bringen möchte….?
Ganz einfach!
Es ist auch heutzutage im Jahr 2007 die größte Herausforderung, perfekt auf den Punkt scharfe Aufnahmen zu machen!
Denn auch wenn viele etwas anderes glauben … die Tiere kann man nicht beeinflussen: wenn der Leopard bei Sonnenuntergang am Baum hockt und seine Impala Antilope frisst und Du hast das Glück, vor Ort zu sein, … ,gut, Glück gehabt, nur lässt sich das nicht planen. Man muss in der echten Wildlifefotografie immer mit Kompromissen leben. Nie wird ein Tier genau das machen, was Du von ihm erwartest.
Dies bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass man nur abwarten kann, was man vor die Linse bekommt und damit zufrieden sein muss. Bei mir sah dies dann in der Praxis wie folgt aus: wenn einer der Manager der Game Lodges mich am Abend beim gemeinsamen Essen fragte, wie ich mit den Fotos, welche ich an diesem Tag gemacht hatte zufrieden war, war mein Standardspruch immer: „Thanks, it was a perfect day, I’m very happy with what we got today, great images! But you know… your ranger is much more important than my camera, he must show me the animals, then I can shoot them”.
Perfekt scharfe Aufnahmen setzen aber nicht nur teure hoch geöffnete Objektive voraus. Hierzu sind auch Kameras nötig, welche ohne große Nachbearbeitung bereits "out of cam" sehr gute Ergebnisse liefern. Bei meiner Stammmarke NIKON ist dies leider nur das Topmodell, die Nikon D2Xs. Wobei man auch hier einschränken muss: ohne schwerem Stativ, Spiegelvorauslösung und einem Fernauslöser gelingt auch dem besten Fotografen nichts!Denn professionelle Fotografie findet nur sehr selten aus freier Hand statt.
Glück:
… ist einer der wichtigsten Faktoren der Wildlifefotografie!
Und in diesem Spruch liegt viel Wahrheit, denn wenn man z.B. 7 Tage nach Löwen sucht und keine findet, ist man am 8. Tag auch über eine einzige verhungerte Löwendame so happy, das man sie aus allen nur erdenklichen Blickwinkeln bei schlechtesten Lichtverhältnissen hunderte male ablichtet.
Besonders aber sollte man sich vor Augen halten, welchen Aufwand manche Profis treiben, um anschließend einen Bildband mit 50 oder 70 Hochglanzfotos herausgeben zu lassen. Ich persönlich weiß von einem Fotografen, der dies mit Raubkatzen in Mashatu gemacht hat. Für diesen „kleinen Bildband“ (70 Bilder sind ja wirklich nicht die Welt, oder?) war er sage und schreibe 1 ganzes Jahr vor Ort! Ein Jahr, könnt ihr Euch das vorstellen? Und dann messen Unbedarfte einem an solchen Verrückten?! Natürlich hat er Dinge gesehen und vor die Linse bekommen, die absolut sensationell sind. Nur muss sich jeder fragen …. ist es nicht schade, wie extrem die Spezialisierung in praktisch allen Gebieten des täglichen Lebens geworden ist?
Wenn man sich selbst oder gar andere mit solch hohen Maßstäben misst, wird man nie glücklich sein! Deshalb ist mein persönlicher Ansatz in der Wildlifefotografie nach mehr als hundert Stunden in Afrikas Savanne am offenen Land Rover folgender:
Genieße die Zeit und freu Dich über jedes in freier Wildbahn vorkommende Tier! Versuche, es so gut Du kannst, zu fotografieren und vergiss nie, dass Du hier nicht im Zoo bist. Wildlife ist echt, natürlich und - auch das soll nicht verschwiegen werden - manchmal lebensgefährlich für alle am Fahrzeug Sitzenden, wie folgendes Erlebnis zeigt:
Ihr seht etwa weiter unten zuerst ein Foto, von welchem mein Ranger Chris Galliers in Mala Mala behauptet hat, es wäre ein „Once in a lifetime shot“, also eine Szene, die sich einem Touristen maximal einmal in seinem Leben bietet. Ich saß an diesem Tag zusammen mit einer australischen Familie auf dem offenen Land Rover, da kein Fahrzeug mehr frei war. Normalerweise hatte ich nämlich meinen eigenen Land Rover, auf dem nur ich und sonst niemand saß. Ich erwähne dies deshalb, weil der Einsatz eines großen Stativs mit anderen Personen an Bord praktisch unmöglich ist. Wir hörten über Funk, dass zwei Leoparden im Sand River sein sollten und da wir in der Nähe waren, fuhren wir zu dem vermeintlichen Platz. Obwohl Winter war, war das Gras im Sand River nahe des Main Camps gut und gern 2 m hoch. Vor Ort mussten wir feststellen, dass bereits 3 Land Rover da waren, von denen einer im tiefen Sand des Flussbettes feststeckte und auf Hilfe warten musste. Die beiden Leoparden waren zu hören, wir konnten sie aber nicht sehen. Ich baute meine Kamera auf, entschied mich für das VR 70-200 mm. In diesem Fall war es die perfekte Wahl, denn als die Leoparden plötzlich aus dem Dickicht der Büsche vor uns auftauchten und genau 5 m vor unserem Landrover mit der Paarung begannen, waren 160 mm die perfekte Brennweite. Ich wollte schon mit dem Fotografieren aufhören, als Chris mich anschrie und meinte: „Keep shooting“!
Ich dachte, auch Leoparden sollten bei diesem Akt der Liebe etwas ungestört sein dürfen, was alle anderen in den zwei Fahrzeugen offenbar etwas anders sahen. Auf jeden Fall machte ich noch ein paar Aufnahmen und kaum war Herr Leopard fertig, sprang er mit einem lauten Brüllen auf, biss seine Partnerin in den Nacken und stand urplötzlich etwa 1 ½ Meter von unserem offenen Land Rover entfernt. Er sah Lauren, welche neben mir saß, direkt in die Augen und verharrte für eine ganze Weile in dieser Position, was weniger lustig war. Ich machte noch schnell dieses eine Foto und blieb dann genau wie alle anderen am Fahrzeug regungslos sitzen und wartete ab, ob wir nun am Speiseplan des Leoparden gelandet waren ...
Träume:
Mir ist natürlich klar, dass jeder Tourist, egal ob er Fotograf oder Amateur ist, andere Ansprüche und Erwartungshaltungen mitbringt. Schon klar, das ist ja auch okay so! Nur sollte sich jeder, der mit dem Gedanken spielt, ins südliche Afrika zu fliegen und dort wilde Tiere zu fotografieren, folgende Tatsachen vor Augen halten:
Egal, ob in Namibia, Botswana, Südafrika (alles Länder, in denen ich bereits Wildlife fotografiert habe), wilde Tiere warten nicht auf Dich!
Und je höher Deine Erwartungshaltung ist, umso größer wird die Enttäuschung anschließend sein. Nehmen wir den ultimativen Shot, von dem viele Naturfotografen weltweit träumen, als Beispiel her: den Geparden bei der Jagd. Ein ultimativer Jäger, "designed for pure speed". Diese Tiere sind aber nicht nur hübsch anzusehen, nein, sie sind in Wirklichkeit verflucht schnell und extrem selten anzutreffen. Und wenn ich sage schnell, dann meine ich wirklich schnell. Dass der Gepard das schnellste Raubtier an Land ist, ist kein großes Geheimnis. Ihn aber bei der Jagd mit über 100 km/h beobachten zu dürfen, ist mehr als außergewöhnlich! Man kann es am ehesten mit einem Motocrossfahrer vergleichen, welcher plötzlich hinter einem Busch auftaucht, mit 110 km/h absolut geräuschlos an Dir vorbeiflitzt und Sekundenbruchteile später schon wieder außer Sichtweite ist. Immerhin legt der Gepard im vollen Lauf pro Sekunde sage und schreibe 31 Meter zurück!!!
Nikon D2Xs
Nikkor AF-S VR 200-400mm/4.0 G ED
ISO 100
Brennweite 400mm
1/200sec bei Blende f/4.0
Freihand stehend
Die Geschichte hinter diesem Bild ist folgende:
Elvis, mein Ranger, erspähte in weiter Ferne Geparden auf einer Anhöhe.
Sofort fuhren wir hin und fanden 4 Geparden vor, welche sich gerade ausruhten. Nach einer ganzen Weile musste ich einsehen, dass es keinen Sinn hatte! Obwohl sie etwas abgemagert aussahen, machten sie keinerlei Anstalten, sich auf die Jagd zu begeben. Warum auch, war es um 9:00 Uhr bereits sehr heiß in der Savanne Botswana's geworden. Plötzlich aber heulte der Motor von Lesley's (eine nette ältere Dame aus Capetown, welche ich Tags zuvor kennen gelernt hatte) kleiner, einmotoriger Cessna im Hintergrund auf, ... ach ja, sie wollte heute abreisen, dachte ich mir und beobachtete die Reaktion der Gepardenmutter samt ihren 4 Söhnen: alle standen da, sahen sich um und fühlten sich sichtlich unwohl bei dem Lärm, der urplötzlich vorhanden war. So verunsichert machten sie sich auf den Weg, weg vom Lärm und nach wenigen Minuten der Wanderung erspähte eines der Jungtiere einen Bat-eared Fox.
Er gab zu bedenken, dass wir in einer ungünstigen Position wären, was ich aber verneinte und ihn erneut bat, sofort anzuhalten. Als wir zum Stillstand gekommen waren, kontrollierte ich in Windeseile nochmals alle Einstellungen auf der Kamera und am Objektiv und stand auf (was streng verboten ist)! Ich wusste aber, dass ich - wenn überhaupt - nur diese eine Chance bekommen würde, so etwas zu sehen und wollte auf gar keinen Fall, dass mir oder meiner Kamera ein Bügel des Land Rovers bei einem garantiert erforderlichen Schwenk im Wege war. Kaum dass ich stand, ging alles blitzschnell:
Schnell hatte der Gepard die Lage sondiert und rannte los ..... ich fokussierte einmal und blieb dann auf Dauerfeuer .... 5 Bilder pro Sekunde .... und versuchte, trotz der unglaublichen Geschwindigkeit mitzuziehen, was mir klarerweise durch die immer wieder dazwischen kommenden Sträucher der Savanne etwas erschwert wurde.
Auf dem nächsten Bild wendet der Gepard und der Fuchs befindet sich rechts in der Mitte im Bild hinter dem kleinen Strauch. Wenn ihr genau hinseht, erkennt ihr seine großen, signifikanten Ohren sicher.
Auf dem letzten Bild zu dieser kurzen Geschichte der Wildlifefotografie seht ihr nun, wie sich die Situation für die nachfolgenden Touristen, welche nur 10 min. später am Ort des Geschehens eintrafen, darbot. Die Geparden trotten langsam davon, ... verschwinden hinter Büschen, ..... und weg waren sie.
Keiner der auf diesem Toyota sitzenden Touristen hatte die Chance, auch nur ein einziges gutes Foto von den Geparden zu machen. Sie hatten Pech, nur 10 min. zu spät, obwohl am richtigen Ort! That’s life …!
Sollte dies also auch Euer persönlicher Traum sein und ihr unter anderem deshalb nach Afrika reisen ..... erwartet nicht zu viel, egal wie lange ihr vor Ort seit. Die Chance, Geparden einmal nur sehen zu können, ist schon äußerst gering. Dass sie aber gerade dann jagen, wenn ihr mit dem Land Rover in der richtigen Position seid, ist ein Jahrhundertereignis für "Amateure" wie uns!
Nach den Aussagen meines Rangers Elivs im Mashatu (Botswana) gelang überhaupt noch keinem einzigen Fotografen bzw. Touristen, die er in großer Zahl in 17 Jahren spazieren fuhr, ein vernünftiges Bild eines jagenden Geparden.Naturfilmer wie die Profis von National Geographic oder dem Discovery Channel verbringen oft mehrere Monate mit bis zu 4 Fahrzeugen vor Ort, bis sie ein einziges mal so eine Szene "im Kasten" hatten.
Kruger National Park:
Lassen wir aber dieses extreme Beispiel mit dem Geparden beiseite und sehen wir uns den Kruger National Park, stellvertretend für viele andere Plätze, in denen man wilde Tiere in ihrer natürlichen Umgebung finden und daher auch fotografieren kann, näher an.
Dieser Nationalpark wurde bereits 1898 gegründet und ist mit seinen fast 2 Millionen Hektar einer der bedeutendsten und auch größten in ganz Afrika. Es gibt dort 147 verschiedene Säugetier, 507 verschiedene Vögel, 114 verschiedene Reptilien, 34 verschiedene Amphibien, 49 verschiedene Fische und 336 unterschiedliche Baumarten!
Aber trotzdem, ... es ist ein Nationalpark und praktisch rundherum gibt es Zäune, welche den Bestand erhalten und vor Wilderern schützen sollen, was wegen der Flüsse, welche man nicht einzäunen kann, nie hundertprozentig funktioniert. Wer nun glaubt, in den Kruger Park zu kommen und dort sofort Löwen, Elefanten oder gar Leoparden fotografieren zu können, wird mit Sicherheit enttäuscht sein.
Klar, ... es gibt eine handvoll „Private Game Reserves“, wo all diese Tiere wirklich noch leben, nur wer kann es sich leisten, dort hinzufahren, 1.000,- Euro pro Nacht oder mehr dafür auszugeben und dann mindestens 5 Tage vor Ort zu bleiben, um die Big 5 wirklich mit eigenen Augen gesehen zu haben? Und da ist noch keine Rede davon, sie auch fotografieren zu können, damit wir uns richtig verstehen! Denn zwischen einer Tiersichtung und der konkreten Möglichkeit, es auch ablichten zu können, liegen Welten! Beispiel gefällig? Na gut, ....
Mein Ranger Chris erspähte an einem Vormittag einen jungen weiblichen Leoparden, welcher vielleicht eine Stunde zuvor ein Impala gerissen hatte und gerade dabei war, es zu fressen. Damit ihn nicht sofort jedes andere Tier sehen konnte, tarnte er sich geschickt unter einem Dornenstrauch neben einem Baum.
Nun mal ganz ehrlich... könnt Ihr ihn erkennen? Denn genau so bot sich mir die Szene vor Ort, fotografiert mit einem 17 mm Weitwinkel. Beim nächsten Foto seht Ihr einen winzigen Ausschnitt, welcher dann mit dem 400 mm Tele aus freier Hand entstand.
Fast 400 Fotos waren notwendig, bis eines wie das oben gezeigte dabei war. Immer waren Äste im Weg und ich konnte kein freies "Schussfeld" finden. Zu gut war die Leopardendame versteckt.
Fazit:
Wer Game Lodges im südlichen Afrika besucht und Amateurfotograf ist, wird unglaubliche Tierbeobachtungen machen. Ungeachtet seiner Ausrüstung und der Länge seines Aufenthaltes. Mit viel Glück wird auch der eine oder andere gute Schnappschuss dabei sein, keine Frage.
Für echte Profifotos von seltenen Raubkatzen etwa gehört aber viel mehr dazu als Glück oder zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein!
Dafür muss man nämlich mit riesigen Teleobjektiven, schweren Stativen, eigenen Land Rovern, in den besten Game Lodges sehr, sehr viel Zeit verbringen. Ein halbes Jahr ist da gar nichts! Nur so sind Bilder, wie wir sie von Fernsehdokumentation her gewohnt sind, in der Realität machbar.
Ich für meinen Teil hatte riesiges Glück, für ein paar der besten Lodges arbeiten zu dürfen. Aber trotzdem muss man sich vor Augen halten, dass von 10 Bildern, die ich mit dem 400 mm plus 1,7fach Konverter gemacht hatte, vielleicht gerade mal eines brauchbar ist! Der Rest ist verwackelt oder halt nicht 100% scharf ...... That's life, oder Land Rover, wie ihr halt wollt ;-)
Liebe Grüße
Wolfgang Steiner